Reisen, Kultur & Kulinarik – lass die Gläser klingen

Der Herbst – die ideale Reisezeit für den Besuch der schönsten Weinregionen

Ist es Zufall, oder hat es doch etwas auf sich, dass es stets die Weinregionen in unseren Breiten sind, wo Menschen mit mehr Gelassenheit und Fröhlichkeit in den Tag gehen? Hat es auch mit einer größeren Genussfreudigkeit zu tun? Eines steht fest, „es gibt nichts Besseres als etwas Guads“, solch eine Lebensphilosophie prägt und schärft auch den Gaumen.

Es hat weiters auch mit wirtschaftlichem Erfolg zu tun. Weinbau hat Arbeit geschaffen, hat Kapital angezogen, Künstler und Kunstschaffende inspiriert, hat bis heute typische Landwirtschaftsregionen aufgewertet und Kulturräume geschaffen und damit die Lebensqualität erhöht.

Das gilt auch für den Tourismus. Gerade in den letzten 30 Jahren sind nicht nur in Österreich Orte und Landstriche, die man vorher kaum kannte, zu Magneten für Genussreisende geworden. Man denke an das obere Weinviertel, an das Südburgenland oder die südliche Steiermark. Aber auch Kärnten insbesondere um das Lavanttal ist mittlerweile von Weinreisenden entdeckt worden.

Im näheren europäischen Ausland gibt es deren viele, die sich anfangs eher im Herbst – heute aber durchaus auch als Ganzjahresdestinationen – über Genussurlauber freuen. Zu den ersten, die es verstanden mit hochwertigem Wein Qualitätstouristen anzuziehen, zählt Zweifels ohne die Toskana, die mit ihrem Leitbetrieb Antinori bereits in den frühen 90ern für Furore sorgte. Und schon folgten die Piemonteser, allen voran deren Weinphilosoph Elio Altare, einem der Urväter der Slow Food Bewegung. Das Herz des Piemont, die Langhe Region mit ihrem Hauptort Alba, der auch für die alljährliche Trüffelmesse im Herbst weltbekannt wurde, weist eine große Dichte an Spitzenbetrieben auf. Dort wo es große Weine gibt, dort sind auch Gourmetrestaurants nicht fern. Wie die Schwammerl schossen in den Orten mit den klingenden Namen wie Barolo, La Morra, Diano d´Alba, Barbaresco meist familiär geführte Genusstempel aus dem Boden. Die schier unendlichen Ideen an piemontesischen Antipasti und Pastagerichten machen die Küche dort überaus vielfältig und einzigartig.

Italien zählt wohl unter Österreichs Reisenden zu den beliebtesten Weinreiseländern, denn neben den Genannten hat sich auch Julisch-Venetien insbesondere mit den Weingebieten Collio, Colli orientali und Carso – vom autochthonen Friulano bis zum Orangewein aus Amphoren im Karst – einen Namen gemacht. Auch weiter südlich sind die Regionen Marken, Umbrien sowie Apulien, Sardinien und Sizilien zu begehrten Reisezielen geworden.

Eines der beliebtesten Urlaubsländer, wenn es ums Baden geht, Kroatien, punktet in Vor- und Nachsaison ebenso mit Kulinarik und Weinkultur ersten Ranges. Sei es Istrien mit seinen ausdrucksstarken Weinen wie Malvasia und Teran, die Insel Krk mit einem der besten Fischbegleiter, dem Zlachtina, oder Dalmatien mit den großen Rotweinen Dingac und Postup auf der Halbinsel Peljesac – einem der schönsten Landstriche der Adriaküste.

Deutschland hat ebenso enorme Schritte in Richtung Weinreiseland getan. Das dieses Land in den letzten 10 Jahren zu einem der beliebtesten Reisedestination für Herr und Frau Österreicher geworden ist, hat auch mit dem Wein zu tun. Denn österreichische Gäste lieben Kulinarik und Gemütlichkeit. Waren die Deutschen früher alles andere als bekannt dafür, hat sich das Blatt vollkommen gedreht. Servicegedanke, Gastlichkeit wird genau dort am meisten hochgehalten, wo es auch edle Tropfen gibt. Mittlerweile weiß auch jeder Weinkenner, deutsche Rieslinge sind Weltspitze! Im speziellen die Regionen Franken, das Mosel- und das Ruwertal mit für charakterstarke Weißweine bestens passenden Schiefer-Verwitterungsböden, und Regionen im Osten wie das Saale-Unstrut Weingebiet tun sich immer mehr hervor. Und die Pfalz gehört ohnehin zu einem der ältesten Weinbaugebiete Mitteleuropas.

Was aber wäre Wein ohne Frankreich und umgekehrt! Die Grande Nation ist der große Player – heute insbesondere für den asiatischen Markt. Aber abgesehen von Medoc und Cote d´Or haben sich viele kleine, sehr gästefreundliche Weinbauinseln entwickelt, die sehr gerne auch Touristen – mittlerweile fast überall mit sehr gutem englisch – empfangen: sei es das südliche Burgund mit dem Beaujolais, das Rhone- oder das Loiretal sowie das durch die Bruno-Romane bekannt gewordene Perigord mit dem angrenzenden Cahors als Geheimtipp. Am Lande in den kleinen Orten und mittelalterlich geprägten Städtchen werden Weine zu sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis angeboten. Und genau dort isst man auch besonders gut – in den kleinen Landgasthöfen, wo oft nur ein Menü serviert wird. Prost und guten Appetit auf ihrer nächsten Reise im Herbst!

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